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AutorKurzvorstellung: Joe La Vie

Joe La Vie, Jahrgang 1987, stammt aus dem Oberbergischen Land – um ganz genau zu sein: aus Engelskirchen, einem kleinen Ort mit industrieller Geschichte und traumhafter Landkulisse mitten im Grünen; dem perfekten Ort für eine schöne Kindheit. Doch mit jedem Lebensjahr schlug sein junges Herz stärker für seine heimliche Liebe, die Stadt der Herzen: das aufregende Köln am Rhein. Und in einem unachtsamen Moment kurz vor seinem 18. Geburtstag geschah es: Er konnte der süßen Verführung des Großstadtgeflüsters nicht länger widerstehen und beschloss, seinem Geburtsort den Rücken zu kehren. Dicht gefolgt von einer Nacht- und Nebelaktion, in der er – ohne das Wissen seines Vaters, doch mit seiner Mutter als Komplizin – sein neues Domizil auf dem Friesenwall bezog: ein 40-Quadratmeter-Apartment im Ring-Karree in Köln. Auf dem Klingelschild stand sein neues Lebensmotto: Mittendrin statt nur dabei.

Lang genug waren ihm der Rhythmus der Nacht und das Big City Life vorenthalten geblieben; nun war eine Sache ganz klar: Joe La Vie würde kopfüber und ohne Hose in den Nebel der Bars und Clubs springen, um die Wahrheit hinter den samtroten Vorhängen kennenzulernen.

Köln war also um einen Verrückten reicher. Nach unzähligen nächtlichen Ausflügen hinter die gut polierte Oberfläche der Stadt und den verrücktesten Bekanntschaften, die Köln zu bieten hat, verstand er plötzlich, warum sein 1929 geborener Vater all die Jahre versucht hatte, ihm den Zugang zur „bösen Stadt“ verschlossen zu halten. Er wusste, was die Stadt für einen jungen Mann bereithält; schließlich war er selbst Teil des Kölner Milieus der 60er und 70er Jahre gewesen.

Doch es waren gerade jene Geschichten des Vaters aus der Kölner Nachkriegszeit, aus dem Chicago am Rhein, die wie melodischer Jazz in seinen Ohren summten und ihm die Qualitäten der Stadt erst recht schmackhaft machten.
Getrieben von Leidenschaft und der Sehnsucht nach eigenen Erlebnissen dieses Kalibers verbrachte Joe La Vie viele atemberaubende Jahre im Kölner Nachtleben als Grenzgänger. Jahre, in denen es zu keiner Zeit an Skurrilität oder Abenteuer fehlte und er an keinem Tag wusste, was der nächste bereithielt. Und ebenso überraschend wurde er an einem kühlen Herbsttag von einem bisher ungeahnten Talent heimgesucht: dem Festhalten verrückter Gedankengänge und dem Aneinanderreihen von Buchstaben und Wörtern, bis daraus ein fesselnder, der Wahrheit ins Auge blickender Roman wurde: #3 – Koks.Karl.Köln.